Publikationen

Führung von Mitarbeitenden im Home Office

Springer Verlag / Reihe essentials

 

Dieses essential untersucht psychologische, ökonomische und praktische Aspekte für das Führen von Mitarbeitenden und das Arbeiten im Home Office. Dabei werden die Perspektive der Führungskraft (Wie führe ich meine Mitarbeitenden im Home Office?) und des Unternehmens (Welche Rahmenbedingungen müssen beachtet werden?) betrachtet. Die Autorinnen und Autoren: Prof. Dr. Miriam Landes ist Professorin für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für angewandtes Management und Geschäftsführerin des Instituts für Unternehmenssteuerung & Veränderungs-management (UVM) in München. Prof. Dr. Eberhard Steiner ist Professor für Rechnungswesen und Controlling an der Privatuniversität Schloss Seeburg und der Hochschule München und Geschäftsführer des UVM-Instituts in München. Ralf Wittmann berät langjährig im Vertrieb und Vertriebsmanagement, im Druck- und Dokumentenmanagement-Umfeld und bei der Einführung von Home Office-Konzepten. Tatjana Utz ist Coach für Resilienz und Kreativität, Trainerin für Teams und Führungskräfte, Design Thinking Coach und Künstlerin. Sie leitet das UVM Innovation Lab in München.

Showtime

hesperus print* Verlag Dresden

 

Tatjana Utz gibt Einblicke in die Welt von Travestiestars und thematisiert damit Geschlechterrollen und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft. Von den Vorbereitungen backstage bis zum Auftritt wurden die Travestiekünstler mit der Kamera begleitet. Die Serie „Showtime“ hält die Verwandlung der männliche Darsteller in ihre weiblichen Alter Egos in Form von Malerei, Zeichnung, Druck und einer Rauminstallation fest und erlaubt seltene Einblicke in die Welt hinter den Kulissen. Mit Federboas, High Heels und Paillettenkleidern treten die Travestiekünstler mit ihrem zweiten Ich dann als Frauen in glitzernden Abendkleidern auf der Bühne in Erscheinung.

 

Anlässlich des Projekts ist ein Kurzfilm der Dokumentarfilmerin Maiu Olivero entstanden. Der Film zeigt Arbeitsprozesse im Atelier von Tatjana Utz, dokumentiert Ausstellungsansichten und gibt Einblicke in Welt der Travestiekünstler. Der Film liegt dem Katalog als DVD bei.

Zeitspuren. Reisen in die Vergangenheit

Wienand Verlag Köln

 

Der Katalog führt zwei Projekte der Künstlerinnen Susanne Hanus und Tatjana Utz zusammen, die sich jeweils einem erinnerungskulturellen Konzept folgend, auf eine grenzüberschreitende Reise in die jüngere Geschichte begeben haben. Ausgangspunkt für die zwei unabhängig voneinander entstandenen Arbeiten waren die Erzählungen der Großmütter. Die eine stammte aus Czernowitz in der Ukraine, die andere war über ihren Namen immer wieder mit der Frage nach einer polnischen Herkunft konfrontiert. Dieser persönlich-biografische Ansatz wird von beiden Künstlerinnen in die allgemeine Auseinandersetzung mit einem Stück europäischer Zeitgeschichte überführt, die von Fragen nach Heimat, Verlust und Neubeginn bestimmt ist. In ihrer Bild-Text-Präsentation „Reise nach Czernowitz“ arbeitete Susanne Hanus (*1975 Berlin) Zeichnungen, Fotos, Videoaufnahmen und eigene Tagebuchaufzeichnungen sowie Notizen ihres Vaters und ihrer Großmutter auf, die während einer gemeinsamen Fahrt in die Ukraine im Oktober 2008 entstanden. Neben der Frage nach den Spuren der familiären Vergangenheit wird darin die Wahrnehmung des heutigen Czernowitz vor dem Hintergrund seiner bewegten kulturellen wie politischen Historie thematisiert. Tatjana Utz (*1975 Starnberg) führte für ihr zwischen 2007 und 2009 entstandenes Projekt „Über Grenzen“ rund 50 Interviews mit Menschen in Polen und Deutschland, die die Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg unter verschiedenen Voraussetzungen erlebt haben. Aus gedruckten Texten, Malereien nach alten Fotografien und Umrissbildern von Objekten aus dem heutigen Umfeld der Interviewten entsteht eine Installation in Form eines begehbaren „Bilderbuchs“, das vielfältige Geschichten erzählt.

CheckUP in LU

Verlag Bielefeld / Leipzig / Berlin

 

Ludwigshafen am Rhein ist ein Schmelztiegel der Nationen. Die Künstlerin Tatjana Utz hat hier 17 Jugendliche mit Migrationshintergrund ausgewählt, interviewt, porträtiert und in einem komplexen medienübergreifenden Projekt persönliche wie sozial brisante Fragen nach Werten, Heimat, Identität, Nationalität, Zukunftsbildern und Erfahrungen gestellt.

Der Band dokumentiert die Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen, in deren interaktiver Raumcollage Sozialstudie und Kunstprojekt verschmolzen. Interviews mit den Jugendlichen und ein Film machen nun verschiedene Facetten des Projektes nacherlebbar: Zeitgenössische Kunst traf auf Migrationsthematik - ein Projekt, das in jeder deutschen Stadt hätte stattfinden können.

French Stories

Plöttner Verlag UG, Leipzig

 

Teil 1 "Romy": 

Die Serie "Romy" zeigt 14 gemalte Filmstills aus Romy Schneiders Filmen der 70er und 80er Jahre. In der Reihe gehängt wirken die Bilder in einer Ausstellung wie Fragmente eines fortlaufenden Filmstreifens, umgesetzt im maßstäblich verkleinerten Leinwandformat der Bildgröße 90 x 160com. Die filmspezifische Ausleuchtung der verwendeten Szenen erscheint in der malerischen Umsetzung beinahe surreal.

 

Teil 2 "La Haine":

Bei der Serie „La Haine“ handelt es sich um großformatige, gemalte Filmstills und kleinformatige Aquarelle nach dem gleichnamigen Film „Hass – La Haine“ von Mathieu Kassovitz. In der Reihe gehängt wirken die Bilder in einer Ausstellung wie Fragmente eines fortlaufenden Filmstreifens, umgesetzt im maßstäblich verkleinerten Leinwandformat der Bildgröße 90 x 160 cm. Ergänzt werden die „Filmstreifen“ durch die Aquarelle. Gezeigt werden Darstellungen aus den Banlieues von Paris. Die Szenen könnten allerdings in jeder beliebigen Großstadt der Welt in der heutigen Zeit spielen; gängige, stadtsoziologische Motive dokumentieren die für große Städte typische Ghettobildung.

Ein Kind in Traunstein

Städtische Galerie Traunstein

 

Figureninstallation von Tatjana Utz am Bahnhof

Sechs Traunsteiner erinnern sich

Die interaktive Installation „Ein Kind in Traunstein“ der Münchner Künstlerin Tatjana Utz (*1975) umfasst sechs freistehende Metallfiguren mit gemalten Ganzkörperporträts von Menschen unterschiedlicher Altersstufen, die ihre Kindheit in Traunstein verbracht haben. Die Figuren stehen, wie zufällige Passanten, auf dem Bahnhofsvorplatz, am Busbahnhof, vor der Wartehalle und auf dem Mittelbahnsteig.

Mit den Porträtierten geführte Interviews bilden die Grundlage für eine Hörquelle, die als Audioguide (Kurzfassung, etwa 2,5 Minuten) abgerufen, oder als Text (Langfassung, zwischen 3 und 20 Seiten) gelesen werden kann.

 

Es entsteht ein Kaleidoskop persönlicher Kindheitserinnerungen und Geschichten - von den 1930er Jahren bis heute -, die Einheimischen und Gästen etwas über die Vergangenheit und Gegenwart, den Alltag und das Leben in der Stadt Traunstein über die Jahrzehnte und Generationen hinweg mitteilen.

Período especial. Cuba Paintings

Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Die Serie „Período especial. Cuba Paintings“ entstand nach einer Kubareise durch den Westteil der Insel im Jahr 2017. Der Titel bezieht sich auf die 1990 begonnene Wirtschaftskrise Kubas, die die kubanische Regierung als „Sonderperiode in Friedenszeiten“ (spanisch: Período especial en tiempo de paz) bezeichnet. Ausgelöst wurde die Krise durch den Zerfall der Sowjetunion und der damit verbundenen Auflösung des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe, dem sozialistischen Pendant zum Marshallplan. Die Landwirtschaft brach zusammen, Nahrungsmittelknappheit war die Folge. Eine der Maßnahmen der kubanischen Regierung zur Verbesserung der Situation für die kubanische Bevölkerung war die Erschließung neuer Devisenquellen und somit die Öffnung des Landes für den Tourismus.

 

2017 ist die Entwicklung des Tourismus auf Kuba schon weit gediehen. Gelebter Kommunismus und touristischer Kapitalismus existieren nebeneinander, die Gegensätze sind überall spürbar und sichtbar. Die Werkreihe „Período especial. Cuba Paintings“ verarbeitet persönliche Beobachtungen einer 1200 Kilometer langen Reise durch den Westen Kubas und hält diese in Form von Malerei, Zeichnung und Collagen fest. Die Bilder beschreiben eine Zeit, in der das „alte“ und das „neue“ Kuba aufeinanderprallen: Mitten im Sumpf der Zapatahalbinsel können sich Touristen auf einer Krokodilfarm Fotos mit Babykrokodilen auf der Schulter fotografieren lassen und Krokodilburger essen, während nur wenige Meter entfernt wilde kubanische Krokodile in Freiheit leben. Am historisch bedeutenden Ausgangspunkt der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht trinken Touristen zu lateinamerikanischen Rhythmen Cuba Libre in einem Hotel auf einem ehemaligen Militärgelände an der Playa Girón. Am Varadero stehen Luxushotels, im Landesinneren spannen Bauern Kühe vor den Pflug und ernten Tabak mit der Hand. Auf leeren Autobahnen trifft man neben vereinzelten Oldtimern auf Pferdefuhrwerke und Ochsenkarren, am Straßenrand immer wieder Schilder mit Parolen der Revolution. Die Schriftzüge der amerikanischen Fast Food-Konzerne werden am Kiosk für kubanische Produkte umgewidmet.

Was am Ende bleibt. Ein Erinnerungsprojekt.

Broschüre

 

Das Projekt „Was am Ende bleibt“, beschäftigt sich mit der Frage, was von einem Menschen nach seinem Tod bestehen bleibt. Ausgehend von alten Fotos und Gegenständen werden Geschichten erzählt, die sich mit der Erinnerung an die eigene Großmutter auseinandersetzen. Es ist eine Zeitreise in die Vergangenheit.

 

In unserem episodischen Gedächtnis sind Erinnerungen an Ereignisse aufgereiht, die für uns eine besondere Bedeutung haben. Diese Erinnerungen sind sehr individuell und entsprechen nicht unbedingt der Realität. Sie entspringen einer sehr persönlichen Wahrnehmung. Ein paar hundert Bilder formen unsere Identität. Identität ist nur möglich durch die Fähigkeit, sich zu erinnern. Erinnerungen sind eng verbunden mit Emotionen. Ein Geruch, ein Bild, ein Gegenstand, eine bestimmte Situation lösen Gefühle und Erinnerungen an Vergangenes aus. Die Vergangenheit ist dabei nicht festgelegt, die Wahrnehmung der Vergangenheit ist flexibel. Erinnerungen an dieselbe Person oder dasselbe Ereignis können sich im Laufe der Zeit verändern. Verschiedene Personen werden sich an eine Person auf unterschiedliche Weise erinnern.

 

Ausgelöst, aber auch bewahrt werden Erinnerungen durch Gegenstände, Erzählungen oder Fotos. In der Serie „Was am Ende bleibt“ werden unter anderem Dinge, die mit dem vergangenen Leben der Großmutter in Verbindung stehen, gemalt, gezeichnet, als Rauminstallationen und in animierten Zeichnungen als bewegte Bilder umgesetzt. Die Geschichte dahinter erweckt den Gegenstand zum Leben, macht ihn zum Träger von Informationen: Fotos von zahllosen Kuchen, die die Großmutter der Künstlerin über Jahrzehnte hinweg gebacken und dokumentiert hat, das Porzellan für die Aussteuer der Kinder oder die letzten Gläser Marmelade, die die Großmutter noch eingekocht hat, bilden die Grundlage für die künstlerische Arbeit. Persönliche Erinnerungen werden in Form von Zeichnungen, Malerei und Installationen visualisiert. Manche der dargestellten Erinnerungen kommen dem Betrachter vielleicht bekannt vor, er hat möglicherweise Ähnliches erlebt, gesehen oder gesammelt. Das kollektive Gedächtnis wird angesprochen. Zumindest im selben Kulturkreis existieren Erinnerungen, die viele Menschen aufgrund gemeinsamer Bezugspunkte in der Vergangenheit und der kulturellen Überlieferung gemeinsam haben.

Über Grenzen. Teil 1

Ein „begehbares Bilderbuch“ über Deutschland und Polen

 

Geschichte ist keine abstrakte Idee, sondern von Menschen gelebte und erlebte Zeit. Im Projekt „Über Grenzen“ sind Menschen involviert, die die Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und die Jahre des Kalten Krieges unter den verschiedensten Voraussetzungen erlebt haben. Menschen aus Westdeutschland, aus der damaligen DDR, aus Polen, aus den Grenzgebieten mit ihrer besonderen Situation nach dem Krieg; Menschen deutscher Herkunft, die in Polen leben und polnischer Herkunft, die seit vielen Jahren in Deutschland wohnen, erzählen aus ihrem Leben. All diese Geschichten gehen in einer Wanderausstellung in ein begehbares Bilderbuch ein. Denn am Ende des Projektes entsteht eine räumliche Installation mit Bild- und Textelementen. Das Material hierfür wird von der Künstlerin anhand von etwa 50 Interviews gewonnen, die im Zuhause der oft schon sehr betagten deutschen und polnischen Interviewpartner stattfinden. Dort werden deren persönliche Erinnerungen und Geschichten, aber auch das gegenwärtige Umfeld der Gesprächssituation in Tonaufnahmen und Fotos festgehalten und anschließend als Auswahl in Malereien und großformatigen Textfahnen umgesetzt. Diese werden schließlich installativ im Ausstellungsraum zueinandergestellt und puzzleartig zu einem Gesamteindruck verknüpft. Aus den flüchtigen Begegnungen entsteht damit ein nichtlinear aufgebautes, „begehbares Bilderbuch“, das alle Gesprächssituationen enthält und dem Betrachter einen emphatischen Zugang zu einer Zeit ermöglicht, die er sonst vielleicht nur in Form objektiver Fakten aus Geschichtsbüchern kennt. Denn am Ende des Projektes entsteht eine räumliche Installation mit Bild- und Textelementen. Das Material hierfür wird von der Künstlerin anhand von etwa 50 Interviews gewonnen, die im Zuhause der oft schon sehr betagten deutschen und polnischen Interviewpartner stattfinden. Dort werden deren persönliche Erinnerungen und Geschichten, aber auch das gegenwärtige Umfeld der Gesprächssituation in Tonaufnahmen und Fotos festgehalten und anschließend als Auswahl in Malereien und großformatigen Textfahnen umgesetzt. Diese werden schließlich installativ im Ausstellungsraum zueinandergestellt und puzzleartig zu einem Gesamteindruck verknüpft. Aus den flüchtigen Begegnungen entsteht damit ein nichtlinear aufgebautes, „begehbares Bilderbuch“, das alle Gesprächssituationen enthält und dem Betrachter einen emphatischen Zugang zu einer Zeit ermöglicht, die er sonst vielleicht nur in Form objektiver Fakten aus Geschichtsbüchern kennt. Zwei Kataloge dokumentieren das Projekt.  

Über Grenzen. Teil 2

Ein „begehbares Bilderbuch“ über Deutschland und Polen